SG – Die Löwenstadt

Singapur ist ein Stadtstaat, welcher durch weltweite Einflüsse ein besonderer Mix aus asiatischen und westlichen Lebensarten ist. Die Einreise kann hier schon mal was länger dauern, weshalb auch wir 2,5h später ankommen. Die „Gardens by the Bay“ hinterlassen einen besonderen Eindruck bei uns. Die Architektur und das Lichtdesign sind durchdacht und auf Grund der freien Sicht auf das Marina Bay Sands Hotel sind entsprechende Fotomotive garantiert.

 

Direkt neben dran finden sich zwei Kuppeln mit Blumen und Wasserfällen, wir haben zwar nur den Cloud Forest von innen gesehen können ihn aber auf jeden Fall empfehlen. Darüber hinaus findet man einen botanischen Garten am anderen Ende der Stadt, little India, Chinatown und eine Menge Einkaufsmöglichkeiten.

 

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind die beste Möglichkeit sich zu bewegen, das ganze funktioniert per Karte (oder exakte Bargeldzahlung). Unsere Karten wurden vom Hostel bereitgestellt, daher wissen wir nicht wie man diese bekommt, aber wenn man erst einmal eine hat, kann man Bar oder per Kreditkarte Guthaben aufladen und easy Bus, LRT und Metro nutzen.

Nach 5 Tagen verabschieden wir uns aus Singapur und freuen uns auf die günstige Unterkunft auf der malayischen Seite.

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Malakka – ganz normaler Alltag

Überglücklich angekommen, sitzen wir am Brunnen vor der Christ Church und suchen online nach einer Unterkunft. Unser Guest House ist nur 500 m entfernt, liegt direkt am Fluss und strahlt eine gemütliche, heimische Atmosphäre aus. Die beiden Rezeptionisten sind ebenfalls Touristen und arbeiten dort als Volunteer. Sie erzählen uns von dem Besitzer Deric, dem noch ein weiteres Guest House gehört und dass er dort Hilfe gebrauchen könnte. Da wir keine festen Pläne haben und uns diese Stadt so gut gefällt willigen wir ein ihm zu helfen.

Die Arbeit ist entspannt und Deric ist super freundlich. Er lädt uns manchmal zum Essen ein und lässt uns umsonst in seinem zweiten Guesthouse wohnen, somit sparen wir Geld und können wieder etwas mehr Alltag in unser Leben bringen, wo wir selber kochen, unsere Kleidung und vor allem die Rucksäcke ordentlich waschen und abendliche Spaziergänge am Fluss genießen.

Nach drei Wochen Auszeit haben wir jedoch genug vom Alltag, wollen auch schon los, doch dann kündigt sich Besuch an. Sharan ist wieder da und freut sich sehr uns zu sehen.

 

Lass uns trampen

Unser nächstes Ziel soll Port Dickson sein, aber irgendwie läuft alles nicht nach Plan und der Busfahrer lässt uns irgendwo am Arsch der Welt raus, wo es 1. nichts zu sehen und 2. keine Touristen gibt. Was sollen wir jetzt tun? Weiter nach Malakka schaffen wir es nicht mehr, also suchen wir uns etwas zu Essen und im Anschluss eine Unterkunft.

Am nächsten Tag wandern wir 5 km mit unseren Rucksäcken bis nach Si Rusa, sehen uns die blaue Lagune und den Cape Rachado Forest an und entdecken dabei sogar einige Brillenlanguren. Nach dem langen Spaziergang müssen wir uns überlegen wie es weiter geht. Bis nach Malakka sind es 66 km, also Daumen raus und hoffen, dass jemand anhält und zufällig in die selbe Richtung fährt.

 

 

Nach 15 Minuten werden wir bereits von einem netten Chinesen mitgenommen. Sein Name ist Teh, er ist wegen des chinesischen Neujahrs auf dem Weg zu seiner Mutter und will später weiter nach Tapin.

Seine Schwester mit Mann und Kindern sind ebenfalls dort und sehr neugierig über unseren spontanen Besuch. Wir werden mit einer unglaublichen Gastfreundschaft empfangen, dürfen duschen, bekommen Obst und Kekse und sogar Geld geschenkt.

Spätabends in Tapin angekommen, finden wir bei Booking ein günstiges Zimmer und werden von Teh direkt vor dem Hotel raus gelassen. Was für ein Tag, so hatten wir uns das nicht vorgestellt und sind umso mehr überwältigt.

Am nächsten Morgen setzt sich das Spielchen fort. Nach einem indischen Frühstück stehen wir an der Hauptstraße und werden kurze Zeit später von einem muslimisch indischen Mann mit seiner Tochter eingesammelt. Obwohl das Auto nicht viel Platz bietet, haben die beiden Mitleid mit uns und bringen uns zur nächsten Abzweigung Richtung Malakka wo wir bessere Chancen haben mitgenommen zu werden.

Nach ein paar Gehminuten hält auch schon der Nächste 🙂

Heiri ist 21 Jahre alt, auf seinem Schoß sitzt sein einjähriger Sohn und da er heute seinen freien Tag hat bringt er uns direkt in die Innenstadt nach Malakka, obwohl es nicht seine Richtung ist.

Wir haben zwar noch nicht viel Erfahrung mit Hitchhiking, aber in diesen zwei Tagen wurden wir fünf mal mitgenommen, haben mehr von den Einheimischen erfahren, uns ihre Geschichten angehört und sind dankbar auf so offene und nette Menschen gestoßen zu sein.

Kuala Lumpur – Multi Kulti

Malaysia überrascht uns mit seiner Vielfältigkeit an Sprachen, Kulturen, Religionen und ethnischen Wurzeln, denn hier trifft man auf Inder, Malaien und Chinesen. Der Grund dafür sind die Verbindungen der ehemaligen Kolonien Portugals,Englands und der Niederlande. Obwohl der Islam die Staatsreligion in Malaysia ist, gehören 40 % der Bevölkerung anderen Religionen an, wie z.B. dem Buddhismus, Daoismus, Konfuzianismus, dem Christentum und dem Hinduismus. Da ist es bemerkenswert wie friedlich die Menschen trotz unterschiedlicher Religionen miteinander leben und sich respektieren.

Unsere ersten 4 Tage verbringen wir in Kuala Lumpur in China Town und werden mit dem chinesischen Neujahr überrascht. Es ist das Jahr des Hundes, die Feierlichkeiten dauern 15 Tage an und werden mit dem Laternenfest beendet. Überall hängen rote Lampen, die Häuser werden geputzt und geschmückt, Früchte und Geschenke werden geopfert und es folgen traditionelle Drachen- und Löwentänze.

Neben der Vielzahl an Wolkenkratzern befindet sich mitten im Zentrum der Stadt der Eco Forest Park, sowie der KLCC Park. Der Eintritt ist frei und ein perfekter Ort um sich vom Großstadt-Lärm zurück zu ziehen.Neben den Parkanlagen gibt es viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Petronas Towers, Der Fernsehturm, der Vogel- und Schmetterlingspark, die Batu Höhlen und vieles mehr. Um einen perfekten Blick auf die beiden Türme zu bekommen, empfehlen wir die Heli Lounge Bar. Der Helikopterlandeplatz wird jeden Abend in eine Bar umgewandelt und bietet einen perfekten Blick auf die gesamte Stadt. Einzige Bedingung, man muss sich ein Getränk bestellen um nach oben zu dürfen, doch die 30 RM (6 €) lohnen sich definitiv.

Von Tempeln und Statuen

Nach dem Abschied von Sharan machen wir uns mit dem Bus auf nach Chiang Rai und finden uns nach ca 5 Stunden in unserer neuen Unterkunft wieder, leider liegt diese direkt neben der Hauptbrücke und ist alles andere als ruhig.

Chiang Rai liegt ca 200km nördlicher als Chiang Mai und bietet für uns den Ausgangspunkt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, aber vor allem den bekannten weißen Tempel Wat Rong Khun.

Früh besorgen wir uns einen Roller und besichtigen das besondere Wahrzeichen der Stadt. Die Tempelanlage selbst ist von einem Künstler gestaltet worden und kein Zentrum gläubiger Mönche. Die äußere Anlage ist kostenfrei und hinterlässt bei jedem Besucher schon einen besonderen Eindruck. Für den inneren Kern und die Besichtigung sind 1,30€ pP fällig.

Die Zeichnungen im Inneren sind wirklich einzigartig, vor allem in dieser Kombination. Der Künstler vermischt klassische Buddhistische Malerei mit aktuellen Helden, Filmfiguren oder Musiklegenden auf eine Art welche die Welt in Gut und Böse aufteilt.

Da uns allmählich das Aufenthaltsrecht abläuft und unser Flug bald vom Süden aus startet, machen wir uns auf zur Busstation. Einige Tage bleiben uns noch, so sehen wir uns Sukhothai, die alte Hauptstadt des Thai Reiches im 13. und 14. Jahrhundert an. Bei der Besichtigung des Geschichtsparks (2,50€ pP) ist es außerdem möglich ein Fahrrad auszuleihen um etwas zügiger voran zu kommen (1€ pP ).Wir merken schnell, das Rad ist eine echte Erleichterung und trotzdem gönnen wir uns zur Mittagshitze eine Pause unterm Baum.

Die Ruinen und Buddha-Statuen sind zwar schön anzusehen, dennoch sind wir etwas enttäuscht und haben uns mehr vorgestellt. Beim nächsten Mal sehen wir uns die Tempel-Ruinen in Ayutthaya an.

Nach der Tempelei müssen wir „zügig“ in den Süden kommen, trotzdem bleibt der Erholungsstopp in Bangkok mit Pool nicht aus. Am Valentinstag geht der Flieger ins nächste Land….

 

Red Cliff Tour

 


Die Cave Lodge bietet ein geniales Panorama und eine der besten Möglichkeiten an verschiedensten Trekking- und Höhlentouren teilzunehmen, daher spuckt uns der Minibus vier Tage später in Sop Pong aus. Im Bus ist die Fahrt eine schwindelige Angelegenheit, vor allem, weil die Fahrer die Strecke täglich fahren und dementsprechend zügig unterwegs sind. Den Abend lassen wir mit Tischtennis und Lagerfeuer ausklingen.
Der nächste Morgen beginnt frisch, doch durch die dünnen Wände dringt nicht nur die Kälte, sondern auch das Läuten der Kuhglocken und das leichte Rauschen des Flusses.Es ist der perfekte Ort um sich für eine unbestimmte Zeit von unserer schnellen digitalen Welt zurück zu ziehen oder um neue Energie zu tanken.
Wir erkunden die Gegend zu viert mit den Scootern und erleben die naturbelassenen Berge geschmückt mit wunderschönen Tempeln und grünen Landschaften. Neben den Erkundungen auf eigene Faust erklimmen wir bei einer Tagestour mit einem Guide die Red Cliff (20€ pP) und deren vorgezogenen Höhle, welche mit einem engen Wasserdurchgang eine besondere Herausforderung stellt.
Der Tag startet mit der einstündigen Fahrt zur Höhle, wo wir über zerbröckelte Treppen empor steigen und auf eine Schlange im Höhleneingang treffen. Während der Tour sehen wir außerdem noch Fledermäuse und sogar einen Skorpion. Damit man die wunderschönen Steinformationen zu Gesicht bekommt, ist eine gute Portion Mut erforderlich um durch flache Felsöffnungen zu kriechen, klettern und sogar zu schwimmen. Ein Tag mit Aufs und Abs, aber auf jeden Fall eine Wiederholung wert. Zum Abschluss des Tages düst unser Pickup noch zum besten Platz für den Sonnenuntergang, danach geht es mit glücklichen, aber müden Gesichtern zurück.

Völlig verblüfft zeigt sich auf dem Weg zum Abendessen dann auch noch eine Mondfinsternis in unserem immer dunkler werdenen klaren Sternenhimmel und macht damit den Tag perfekt. 🙂

Endlich im Norden

Als wir am Morgen von der Busstation zum Hostel gingen freuten wir uns schon die Berge wieder zusehen.

Nach dem Erwachen des gesuchten Inders werfen wir die Rücksäcke ab und packen unsere Tagesrucksäcke. Krass sind die leicht! Nach einer kurzen Testfahrt inkl. Polizeikontrolle 😦 schnappen wir uns für zwei Tage ne Honda CB 500 (46€) und rollen aus der Großstadt in Richtung Pai. Vor uns liegen zwar „nur“ 130km, allerdings inkl. 762 Kurven mit bestem Straßenbelag , genialen Aussichten und einer Seitenpickerfreundin auf dem Soziussitz. Dies bedeutet eine Fahrzeit von 3 Stunden plus Pause!  Die Strecke ist genial und auf jeden Fall einen Ausflug wert. Aufgrund der späten Stunde bewältigen wir die letzten 30km im dunkeln, doch unsere Scheinwerfer erhellen den Weg bestens. Als wir das Hippiedorf erreichen wird uns gesteckt, dass derzeit ein Festival läuft und alle Unterkünfte ausgebucht sind! Shit! Irina kalkuliert schon das Agressionspotenzial der Ratten im Straßengraben, doch wir finden nach längerer Suche einen Hotelbesitzer welcher noch zwei freie Zelte hat. Das Angebot beläuft sich auf unglaubliche 9€ pro Person inklusive Frühstück. Eine Frechheit aber unter den gegebenen Umständen willigen wir ein. Immerhin wird uns ein geiles Frühstück als Buffet serviert.

 

 

Rund um Pai gibt es Wasserfälle, Hotsprings und den Pai Canyon. Die Landschaft ist wunderschön, man fühlt sich direkt wohl und so verbringen wir den halben Tag in Pai und machen anschließend, auf Empfehlung eines Freundes, einen Abstecher zum 45 km entfernten Ort namens Pang Mapha um im Cave Lodge zu relaxen. Dieses Guest House ist traumhaft schön und bietet aufregende Höhlen Touren an. Leider können wir nicht lange bleiben, denn die Motorräder müssen am nächsten Tag in Chiang Mai abgegeben werden.